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Die Geschichte eines Challenger's auf dem Weg in die Schweiz.......
von Patrick Bigler/wr
Thomas R. ist 29 jährig und arbeitet bei der Wasserversorgung der Stadt Zürich. Er erinnert sich noch heute oftmals zurück wie viele Anrufe es gebraucht hat, wie viele Mails er nach Übersee versandte, und schlussendlich, wie viele Nerven ihm die letzten 6 Monate wohl abgestorben sind.. Nun aber gestern war sein grosser Tag. Der LKW aus Bremen (D) kam plangemäss am Vormittag im Zollfreilager in Zürich an. Unübersehbar, bekam man den Eindruck, als würde das Grinsen im Gesicht von Thomas immer breiter. Endlich!!! Muss er gedacht haben, als der LKW Fahrer den Dodge Challenger zusammen mit einem LEXUS, ebenfalls ein Importfahrzeug aus den USA. abgeladen hat. Die schlaflosen Nächte, das Bibbern, kommt er, kommt er nicht, alles sollte hier und heute ein Ende haben. Ich habe bei meinem Fotoaufnahmen mit Thomas förmlich gespürt, wie in die ganze Anspannung von ihm wich.
Doch beginnen wir die Geschichte, und gehen zurück in die kalten November Tage 2009. Nach einem USA Urlaub im Mai 2009 war für Thomas klar, "Ich erfülle mir meinen Traum" und kaufe mir einen Dodge Challenger.. Schon früher, sagt er, habe ihn dieses Auto immer fasziniert, diverse Besuche bei US-Performance -Cars in Spreitenbach (AG) waren schlussendlich die Folge, doch die Kosten von umgerechnet CHF 72'000, setzten dem schnellen und auch sicher unkomplizierteren Kauf in der Schweiz ein jähes Ende. Schliesslich, als sein Plan konkrete Formen annahm, ersteigerte Thomas über die Auktionsseite Ebay ind den USA, einen 08er Dodge Challanger SRT 8 in schwarz....genau so wie er ihn sich gewünscht hat, wenig Meilen und aus erster Hand. Und der Preis? Weit unter dem Preis den er hier bezahlen müsste, natürlich ohne Umbau, Verschiffung und Verzollung etc.. aber selbst wenn er diese Kosten noch dazu addieren würde, die er in diversen Offerten bereits hatte, käme es um einiges günstiger. Nun gut, denkt man jetzt, doch nun beginnt der leidige Teil der ganzen Geschichte. Nach dem erfolgreichen "Kauf" bei Ebay, nahm Thomas ordnungsgemäss mit dem Verkäufer einer offiziellen Dodge Vertretung in Florida Kontakt auf.. Schnell meldete sich der zuständige Verkäufer per Mail zurück, und forderte bereits die $1000 Ankaufskaution.. Die Kommunikation war für Thomas eine Herausforderung, da er ein wenig Englisch spricht, aber bei technischen und Vertragsrelevanten Fragen, kam wohl auf beiden Seiten Verwirrung auf.
Der Verkäufer sagte,"er melde sich sofort wieder bei ihm" ... doch aus dem sofort, wurden Tage und Wochen, Anrufe von Thomas blieben unbeantwortet, Rückruf..Fehlanzeige.. Als Thomas schlussendlich nicht mehr wusste wie weiter, entschied er sich für eine externe Importfirma, welche sich auf US Importe spezialisiert hat. Da die Firma in Europa ihren Sitz hat, konnten nun auch alle Fragen und Vertragsangelegenheiten in Deutsch abgewickelt werden. Dies erleichterte das Ganze wesentlich..Doch der Wagen sollte noch lange nicht kommen... Als der Vertrag mit der Importfirma zustande kam, überwies Thomas den vollen Kaufbetrag des Fahrzeugs nach Deutschland..Die Firma schien ihm einen seriösen Eindruck zu machen, und auch die Feedback's auf deren Webseite waren löblich, zu löblich? Das ersparte, und das zusammengekratzte Geld war überwiesen, " Bange Wochen nahmen ihren Lauf" die Kommunikation mit der Transportfirma, schlecht.. Es folgten wieder Tage ohne Rückrufe, die Sachbearbeiterin nicht erreichbar etc.. Dann nach 2 Monaten endlich...ein Telefon... es meldete sich "nennen wir sie Frau H" von der Transportfirma..Doch anstatt der erhofften Terminbestätigung, kam die Hiobsbotschaft... WAS???!!! Dachte sich Thomas, als er sprachlos und um Luft kämpfend Frau H zuhörte...Ihr Agent sein nun "nach 1,5 Monaten!!" bei der Dodge Garage in Florida, und wollte das Auto abholen um es an den Hafen zu fahren. Doch wo war das Auto? Die Garage hat das Auto bereits andersweitig verkauft...es musste ein Fehler unterlaufen sein, den die Transportfirma natürlich nicht zu verantworten habe, sagte Frau H angespannt. Natürlich nicht, dachte sich Thomas, und warum schicken sie ihren Agenten erst nach so langer Zeit zu der Garage in Florida? Thomas seinerseits dachte, er müsse sich nun nicht mehr darum kümmern. Schliesslich wirbt die Transportfirma "Schnell, Zuverlässig, Kompetent...." Nach unseren Nachforschungen und im Wissen dass US Car Importe immer mit gewissen Risiken verbunden sind, erweckt es aber auch bei uns den Anschein, als hätte die Firma den Slogan bei einem Bier am Abend erfunden. Telefonate blieben unvertrettbar lange unbeantwortet... Service und Freundlichkeit, Fehlanzeige, dafür Arroganz und eine gewisse Inkompetenz kann nicht verleugnet werden. Mails wurden in der Regel nach 1-2 Wochen beantwortet.
Nun ja, das Geld ist bei der Transportfirma, hart erarbeitetes Geld...Den Dodge den Thomas im Ebay ersteigert hat, ist bereits verkauft... Was nun?? Ist der Traum geplatzt?... Hätte er das Fahrzeug besser gleich hier beim Händler bestellt und halt etwas mehr bezahlt?? Fragen die quälend und erdrückend sind in solchen Momenten...Doch es gibt tatsächlich Licht am Ende des Tunnels. Irgendwie hat es die Transportfirma zusammen mit einem ihrer Agenten in den USA geschafft, einen ähnlichen 08er Dodge Challenger zu organisieren... das Fahrzeug sieht toll aus auf den Fotos, musste Thomas feststellen. Immer mit dem Hoffnungsschimmer, dass es nun doch noch klappen würde. Frau H. versicherte ihm am Telefon, das Fahrzeug sei "absolutely" vergleichbar mit dem Wagen, den die Garage "irrtümlicherweise" verkauft hatte. Und weil die Sache ja sowieso schon zum Himmel stank, gab Frau H dann noch ein Zückerchen dazu,.. der Wagen hat weniger Meilen auf dem Tacho.. Aufpreis ein paar 100 USD, aber das würde die Transportfirma natürlich übernehmen.... Für Thomas war klar, es geht vorwärts, es geht überhaupt etwas. War das Geld doch noch nicht verloren?!! Die nächsten 2,5 Monate vergingen...Lausig, sagte Thomas, er wisse nicht mal wo sein Wagen gerade sei, die Sachbearbeiterin sei wieder nicht zu erreichen... Ich habe die Schnauze voll... Verständliche Aussagen dürfte man doch von einer Transportfirma ein Tracking, oder mindestens ein telefonisches Feedback erwarten..
Am Montag dieser Woche...der alles entscheidende Anruf.... Ihr Wagen ist im Bremer Hafen, sagte Frau H. und wird voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag in Zürich mit dem LKW ankommen.... Nach fast genau 6 Monaten Ungewissheit, muss sich die Nachricht wie ein Gewinn im Zahlenlotto angehört haben...
Nun schien sich endlich das Glück bemerkbar zu machen.. Als wir gestern mit Thomas den Wagen in Zürich begutachteten, stellten wir auch keine grossen Mängel fest... Der Dodge glänzte, und stand mit seiner gelungenen Front dort, und wartete sehnlichst auf seinen neuen Besitzer.
Doch wie es so ist mit Importen, "DER ZOLL"... Unübersehbar steht das Zollhaus in der Nähe des Ausgangs beim zürcher Zollfreilager... Der Herr der uns bediente, wusste von was er sprach. Schnell und kompetent wurden die Zollformalitäten erledigt..Und nun kam der grosse Moment. Endlich ist das Auto da!. What a Feeling..
Wir wünschen Thomas an dieser Stelle viel Freude mit seinem Dodge, wir finden er hat es verdient..
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Leserkommentare
cornelia-wuest
Muass voll de Horror si..Aber schö hets klappet:-)
--
Klaus
Hmm, na gut sicher nicht optimal abgelaufen. Zeigt einmal mehr man muss vorsichtig sein wo und wie man das Auto drüben bestellt. MFG
--
hg
geiler schlitten!!!
--
Hanspeter Koller
@ Ronny: ja eigentlich schon, muss aber in jedem Fall abgeklärt werden im vorraus.
--
Ronny
Mein Import hat super geklappt. Das Geld sollte doch über die Transportfirma versichert sein oder?
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